Stopp Innogy Greenwashing durch Klimaschutzpreis in Windeck

Die Bürgermeisterin der Gemeinde Windeck hat den Innogy Klimaschutzpreis 2019 initiiert. Das sollte rückgängig gemacht werden und stattdessen durch einen glaubwürdigen Energieversorger ausgerichtet werden.
Die Innogy ist eine Tochtergesellschaft des Energieversorgers RWE. RWE ist einer der größten CO2 Emittenten in Deutschland. Stichwort „Hambacher Forst“. Innogy ist Inhaber von Georgia Biomass in den USA, dem nach eigenen Angaben größten Holzpellet-Werk der Welt, der auch nach Deutschland importiert. Innogy ist demnach auch direkt für die Waldzerstörung in den USA verantwortlich. Schon diese wenigen Punkte machen deutlich, dass Frau Gauss der bundesweiten Greenwashing Kampagne der Innogy aufgessen sind. Diese peinliche Kampagne in Windeck sollte gestoppt werden. Die Parteikolloginnen von Frau Gauss protestieren gegen das Abbaggern der Reste des Hambacher Forstes und sie als Bürgermeisterin will genau diese Akteure in Windeck hoffähig machen? Das kann ja nur ein Versehen sein! Frau Gauss sollte sich nach Alternativen bei z.B. den Elektrizitätswerken Schönau, der Firma Naturstrom, bei Greenpeace o.ä. erkundigen und diesem scheinheiligen Spiel ein Ende bereiten.
Siehe auch Bürgerantrag „Stopp Innogy Greenwashing durch Klimaschutzpreis“
Quellen: (nur ein Auszug)
https://klima-luegendetektor.de/tag/innogy/
https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/die-liebe-zur-asche
https://plattform-wald-klima.de/2017/06/23/ist-innogys-imagekampagne-greenwashing/
https://www.facebook.com/GeorgiaBiomass/
http://de.indymedia.org/2010/11/295472.shtml
https://lobbypedia.de/wiki/RWE#2009:_Greenwashing_in_der_RWE-Werbung
Hambacher Forst und Innogy: Wie RWE Wikipedia-Inhalte abänderte
https://t3n.de/news/hambacher-forst-und-innogy-wie-rwe-wikipedia-inhalte-abaenderte-1114996/

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Herr Andree,
    danke für Ihren Beitrag. Hier ein Kommentar von windeck24.info zum Thema. Den Verfasser kenne ich nicht, allerdings trifft er genau des Pudels Kern.

    https://windeck24.info/leserbrief-stopp-innogy-greenwashing-durch-klimaschutzpreis-in-windeck.html#comment-31561

    Kommentar von anonymous:
    29. Juli 2019 um 19:29 Uhr

    Danke an Peter Inden für den wertvollen Leserbrief! Nichts ist schädlicher, als auf den Zug der Lobbyisten aufzuspringen! Eine solche Tochtergesellschaft eines Großkonzerns (RWE) verfolgt nur zwei Ziele: Public Relations („tue [augenscheinlich] Gutes und sprich darüber“) und die Reduktion Gesamtbesteuerung. Dies ist nichts mehr, als ein strategisches Puzzleteil für die Maximierung des Gesamtgewinns. Wir müssen aufhören damit, uns durch solche Strukturen lenken zu lassen! Auch von mir der Appell an Frau Gauß: Bitte stoppen Sie die weitere Zusammenarbeit; insbesondere am heutigen Erdüberlastungstag (29.07.) ist der Partner RWE absolut als inakzeptabel anzusehen!

  2. Sehr geehrter Herr Inden,

    Ihr Engagement in Ehren. Doch tun Sie der Bürgermeisterin nicht Unrecht? Sie werfen ihr vor, sich bei Innogie für einen Klimaschutzpreis zu bewerben. Denn Innogie, Tochter des Energiekonzerns RWE, sei einer der größten CO2 Emittenten. Innogie sei daher für große Waldzerstörungen verantwortlich.
    Ich erinnere daran, dass vor Jahren die Gemeinde Windeck den gesamten Wasser- und Abwasserbereich an die WTE GmbH übergeben hat. Die WTE wiederum ist eine Tochter des international tätigen niederösterreichischen Energiekonzerns EVN AG. Auch dieser Konzern erzeugt Strom aus fossilen Brennstoffen und ist in gleicher Weise für den klimaschädlichen CO2 Ausstoß verantwortlich wie etwa Innogie oder RWE. Die Gewinne, welche die WTE auf dem Rücken der Windecker Bürger erzielt, fließen dem CO2 Eminenten EVN AG zu und erfreuen deren Aktionäre. Wie hoch die Marge ausfällt, entscheidet alljährlich unser Gemeinderat. Somit honorieren die Windecker Bürger, durch Ratsbeschlüsse gezwungen, einen den Klimawandel fördernden Energieversorger ENV AG.
    Da dürfte es doch nicht zu kritisieren sein, wenn Frau Gauß versucht ein paar Euro bei einem solchen Energieriesen zurückzuholen, sei es auch bei Innogie.

    Bernd Andree

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