Landrat Schuster sollte sich entschuldigen

Landrat Schuster sollte sich entschuldigen und Achim Baumgartner zurückholen …

Die in den Medien kolportierte Intrige gegen Achim Baumgartner, als Vertreter des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) im Naturschutz Beirat des Rhein Sieg Kreises, wird es möglicherweise gegeben haben. Dafür sprechen die aufgeregten Dementis der Grünen und des Landrats und natürlich die nicht nachlassende Berichterstattung darüber. Dass der sehr renommierte Paul Kröfges, der das Ehrenamt anstelle von Achim Baumgartner mit Bedauern angenommen hatte, jetzt noch vor der ersten Sitzung am 27.05.21 die Reißleine zog, kann man ihm nicht hoch genug anrechnen. Er macht das auch, weil die meist butterweichen „Beschlussvorlagen“ des Rhein-Sieg-Kreises nicht immer inhaltlich nachvollziehbar und nicht immer richtig sind. Hier bedarf es einiges an Recherche und Vorbereitungszeit. Auf der Tagesordnung stehen Themen wie z.B. der Neubau der S13 von Troisdorf bis Bonn-Oberkassel, der „Burghof“ auf dem Drachenfels in Königswinter, das Naturschutzgebiet „Hohes Wäldchen I“ auf der Nutscheid, der „Basaltsteinbruch Eitorf-Stein“, die Teilerneuerung der Eisenbahnbrücke über die Sieg bei Windeck-Au, die Neuaufstellung des Landschaftsplans Nr. 3 „Alfter“, die unsinnigen Baumfällungen an der Siegpromenade in Windeck-Dattenfeld, der Steinbruch Imhausen, die Rheinquerung im Bereich Niederkassel, usw. Liest man sich die Niederschriften des Naturschutz Beirats des Rhein Sieg Kreises durch, so wird die sehr hohe Kompetenz des übergangenen Achim Baumgartner klar. Und natürlich die Vorbereitungszeit, die er investiert hat. War es vielleicht ein Fehler von ihm nicht alle Beschlussvorlagen einfach abzunicken? Wahrscheinlich ja. Genau hier liegt aber das Kernproblem. Denn konstruktive Vorschläge, die zudem immer im Naturschutzrecht verankert sind, müssen möglich sein.

Aber jetzt liegt der Ball bei Landrat Schuster, der vielleicht nur seinen Dezernenten Christoph Schwarz schützt. Der Landrat sollte zum Telefonhörer greifen und dem unwürdigen Spiel ein Ende bereiten, indem er Achim Baumgartner um seine Mitarbeit bittet. Hierbei darf es auch keine Rolle spielen, dass Naturschutz für die Grünen oft nur eine taktische Masse ist. Politische Mehrheiten sind organisierbar!

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