Wir wollen Klarheit für die betroffenen Dörfer

In dem Deutschlandfunk Beitrag Länderzeit vom 04.12.13 mit dem Titel >>Wir wollen Klarheit für die betroffenen Dörfer<< wurde die Presseberichterstattung zu der Tatsache diskutiert, dass bei RWE 10.000 Stellen zu viel auf der Gehaltsliste stehen und das die Umsiedlung des Tagebaus Garzweiler gestoppt werden soll.

Inhaltlich wurden die alten Argumente zwischen Mathias Hartung (Vorstandsvorsitzender RWE Power), Rainer Priggen (Grüne) und Dirk Jansen (BUND) ausgetauscht.

Die mehrfach vom Moderator Michael Roehl und den Anwesenden aus Immerath, Keyenberg, Borschemich und Kuckum an Rainer Priggen gestellte Frage, warum die Grünen das weitere Abbaggern in der Rot-Grünen Düsseldorfer Koalition nicht verhindern, wurde nicht beantwortet. Priggen fiel nichts Besseres ein, als auf die Tagebaue Hambach und Inden zu verweisen, die man ja stattdessen intensiver auskohlen könnte.
Insgesamt eine wenig erhellende und an sich überflüssige Diskussion, deren einziger Mehrwert darin besteht, noch mal nach hören zu können, dass die Düsseldorfer Grünen NICHTS gegen die weitere Vernichtung von Heimat und Natur unternehmen wollen.

Dabei ist die Wahrheit doch so einfach: Der fetten Hambach Braunkohle muss Kohle aus dem Tagebau Garzweiler beigemischt werden, damit sie in den Braunkohledreckschleudern verstromt werden kann. Die Tagebaue Hambach und Garzweiler müssen also nebeneinander bis 2045 betrieben werden. Die zeitliche Reichweite des genehmigten Kohleabbaus des Tagebaus Hambach geht aber nicht bis 2045. Demnach müsste RWE für den Tagebau Hambach einen weiteren Rahmenbetriebsplan bis 2045 beantragen … Die Betroffenen in Buir, Neu-Manhein, Neu-Morschenich und Blatzheim werden sich bei diesen Aussichten sicher schon freuen, da sie dann entweder abgebaggert werden oder in eine Insellage zwischen zwei Tagebauen geraten …

Tagebau Hambach zwische den Tagebauen Inden und Garzweiler

Tagebau Hambach zwischen den Tagebauen Inden und Garzweiler | Quelle: Wikipedia

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