Windenergie verstehen im Tagebau Hambach

… der Strom kommt doch aus der Steckdose … und dann wollt ihr unsere schöne Heimat in Ruppichteroth und Windeck mit Windrädern verschandeln?
Wer das in Zeiten von Fukushima und ungehemmten Zubau von Kohlekraftwerken immer noch glaubt, der lässt am besten diese Fakten des Tagebaus Hambach auf sich wirken:

  • gepl. Abbauzeitraum bis 2045
  • Flächeninanspruchnahme: 85 km2, davon 41 km2 Wald (Hambacher Forst)
  • Kohleinhalt: 2,4 Mrd. t
  • gepl. Förderung: max. 50 Mio. t pro Jahr, derzeit etwa 38 Mio. t/a Flöztiefe: bis ca. 450 m
  • Abraum: 15,4 Mrd. m3
  • Kohle : Abraum-Verhältnis: bis 1 : 10
  • CO2-Emissionen: 1 t Kohle = 1 t CO2
  • Sümpfungswassermenge: 312 Mio. m3/a (2009);insges. etwa 44,5 Mrd. m3
  • Sümpfungstrichter: gesamte Erftscholle hydrologisch „tot“
  • Beeinflussungsdauer: mehrere hundert Jahre
  • Restsee: 250 m tief, bis 4.000 ha Fläche, bis 5,8 Mrd. m3; künstl. Befüllung mit max. 270 Mio. m3 Rheinwasser p.a.; Befüllungsdauer: bis mind. zum Jahr 2100
  • Außenkippe (Sophienhöhe): 2,2 Mrd. m3 Abraum, 10 km2 Fläche, 220 m Höhe
  • Umsiedlung: 5.200 Menschen

Der Eigenbedarf der Tagebaue Hambach, Inden und Garzweiler – also der Strombedarf, damit sich die Bagger und die Fördebänder drehen und die Sümpfungspumpen laufen – beträgt 1000MW. Das ist genau die Strommenge die eine Millionenstadt wie Köln in Spitzenzeiten verbraucht. Quelle BUND NRW und eigene Aufzeichnungen.

Besser ist jedoch die Teilnahme am Wald statt Kohle Fest, am 13. und 14.04.2013:
Zitat aus hambacherforst.blogsport.de: >>Zum einjährigen Geburtstag der Besetzung im Hambacher Forst findet das diesjährige „Wald statt Kohle Fest“ am 13. und am 14. April statt. Es wird Konzerte geben und weiteres Programm.<< Hier geht es zum Flyer. Wer aus Ruppichteroth und Windeck dort teilnehmen möchte kontaktiert bitte info@windeg.de
Wer keine Zeit hat, kann auch an den Hambacher Waldspaziergängen teilnehmen.

 Wald statt Kohle Fest 2013

Schreibe einen Kommentar