Windecker Fuglärm steigt auf Drei-Jahres-Hoch

Siehe auch die Berichterstattung im Kölner Stadt Anzeiger vom 31.08.12

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) betreibt seit Juli 2009 eine Fluglärmmessstation in Windeck. Die Messwerte dieser Fluglärmmessstation werden automatisiert an den Deutschen Fluglärmdienst (DFLD) übertragen und dort automatisiert in eine einfache und verständliche Form gebracht. Eine Auswertung der Messwerte über einen Zeitraum von drei Jahren – von Juli 2009 bis Juli 2012 – weist eine Erhöhung der Nachtflüge zwischen 22:00 und 06:00 um 20 Prozent aus. In diesem Zeitraum ist die Anzahl der sehr lauten Nachtflüge sogar um 500 Prozent gestiegen. IMG_6110_01Diese extreme Steigerung ist nicht mit der Reisewelle in den Sommerferien zu erklären. Vielmehr ist die Verlagerung von Frachtmaschinen von Frankfurt nach Köln-Bonn ursächlich für die Steigerung des Nachtfluglärms. Diese Zusatzbelastung für Windeck ist umso ärgerlicher, als das es sich hier um ein vermeidbares politisches Ränkespiel der Lufthansa – zum Schaden der Anwohner des Köln-Bonner Flughafens – handelt. IMG_6112_01Köln-Bonn und Frankfurt werden also ohne Not zu Konkurrenz Airports hochstilisiert. Sollte die Lufthansa Frankfurter Frachtmaschinen dauerhaft nach Köln-Bonn verlagern, so werden sich die Nachtflüge über Windeck noch mehr erhöhen. Die Frachtmaschinen fliegen deshalb mitten über Windeck, weil sich in Windeck-Locksiefen das Funkfeuer befindet, an dem sich alle Flugzeuge orientieren. Der Köln-Bonner Flughafen wählt also die Routen über Windeck bewusst aus.Unter diesen Aspekten macht ein Nachtflugverbot noch mehr Sinn.

Quellen:

Funkfeuer in Windeck Locksiefen

Siehe Seite 3 des Lufthansa Politikbriefs, Ausgabe 04/2011 vom November 2011 http://presse.lufthansa.com/fileadmin/downloads/de/politikbrief/12_2011/LH-Politikbrief-Dezember-2012.pdf

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