Widerstand heißt Neues schaffen

Leserbrief zu den Ereignissen rund um das Manheimer Klimacamp:
RWE hat den Nimbus der Systemrelevanz für die Energieversorgung verloren. Immer mehr Kohlekraftwerke werden abgeschaltet, weil sie überflüssig sind. Aber den unter heutigen Voraussetzungen nicht mehr genehmigungsfähigen Tagebau Hambach will RWE mit allen Mitteln zu Ende ausbeuten. Dabei machen sich die Kreispolizeibehörde des Rhein-Erft-Kreises unter ihrem Nochchef Werner Stump und die Bezirksregierung möglicherweise zu willfährigen Gehilfen des RWE Chefs und Manheimers Johannes Lambertz. Sein Ziel ist es die Proteste der Klimacamp-Aktivisten in seinem Heimatort Manheim im Keim zu ersticken. Aber Meinungsfreiheit ist nicht verhandelbar – sie ist im Grundgesetz verankert. RWE hat die Meinungsführerschaft aufgrund der Präsenz der Protestierenden vor Ort und im Internet verloren. Trotzdem werden alle Mittel ausgereizt, die man sonst nur von totalitären Staaten kennt. Jetzt ist RWE in aller Öffentlichkeit entzaubert, denn mit identischen Mitteln und ähnlichen Gehilfen wurden möglicherweise auch die Genehmigungen für den Tagebau Hambach und das Abbaggern des Hambacher Forstes erstellt. Der Hambacher Forst war vergleichbar mit dem als Nationalpark geschützten Hainich Wald im Werratal. Für RWE kann nicht sein, was nicht sein darf. Also dreht RWE den Spieß herum und versucht die Protestierenden zu kriminalisieren. Aber die RWE-Strategie geht nicht auf. Vielmehr handelt es sich hier um ideologische Konflikte zwischen einem überkommenen Energie Oligopol und den Klimacamp Aktivisten. Widerstand heißt Neues schaffen. Und ohne Widerstand wird RWE weiter in Richtung Klimakatastrophe steuern. Es steht nichts weniger als die Bewohnbarkeit unseres Planeten auf dem Spiel. Und das sollte auch ein Johannes Lambertz langsam mal vertehen!

Klimacamp 2013 Start from Hambacher Forst on Vimeo.

Reclaim the Fields Aktion Manheim from Hambacher Forst on Vimeo.

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