WDR Bericht Umsiedlung Kerpen-Manheim

Dieser WDR-Fernsehbeitrag und der WDR-Radiobeitrag grenzen an bestellten- oder komplett bestellten Journalismus. Die Berichte sind weichgespülte Beiträge, in denen zu keinem Zeitpunkt erwähnt wird, dass die interviewte Manheimer Ortsvorsteherin Lonie Lambertz die Ehefrau des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden von RWE Power, Johannes Lambertz ist, der weiter als Beauftragter von RWE für die Energiewende arbeitet. Er ist RWE Lobbyist in Brüssel und setzt sich dort für die Belange der RWE ein. Im Klartext forciert er dort für RWE weiterhin die Braunkohleverstromung.

Interviewt wird auch ein Dachdecker, der die Umsiedlung als nicht so schlimm empfindet. Auch hier hätte sich der WDR besser nach realitätsnahen Interviewpartnern umgesehen.

Journalisten sollten Deuter und Bewerter von Politik und Vorgängen sein. Die Berichterstattung des WDR läuft aber vielmehr im Gleichklang mit der RWE-Presseabteilung. Eine objektive Berichterstattung ist das jedenfalls nicht … eher ein abschreckendes Beispiel, wie Journalismus nicht sein sollte. Auch ist dieser Beitrag ein Paradebeispiel, wie Filmmaterial durch Auswahl, Schnitt und Kommentar dermaßen missbraucht und verzerrt werden kann, dass der Zuschauer komplett in die Irre geführt wird.

Schreibe einen Kommentar