Untersuchungsergebnisse NORAH Laerm Studie

Zitat aus der TAZ vom 30.10.2015: >>Beauftragt hatte die Noise-Related Annoyance, Cognition and Health“-Studie (Norah) von der Umwelt- und Nachbarschaftshaus GmbH, eine Tochtergesellschaft des Landes Hessen. An der Finanzierung beteiligten sich neben dem Land Hessen auch die Kommunen, der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport und Luftverkehrsgesellschaften<<

Leserbrief zu den Artikeln: „Fluglärm harmloser als gedacht“ und „Fluglärm hat auf Blutdruck keine Wirkung“

Der KStA stellt mit dicken Balkenüberschriften, sozusagen als Tatsache, fest, dass der Fluglärm „harmloser als gedacht“ sei und „Fluglärm hat auf Blutdruck keine Wirkung“. Das nenne ich grobschlächtigen Boulevard-Journalismus à la BILD-Zeitung. Es ist dies umso bedauerlicher, als in den zugehörigen Berichten das Thema dann durchaus mit kritischer Distanz beleuchtet wird.
Für die Köln/Bonner Fluglärmbetroffenen bieten die Ergebnisse der NORAH-Studie indes überhaupt keinen Grund sich entspannt zurückzulehnen. Wer den Studienteil zur Lärmwirkung im Flughafenumfeld genau liest, in welchem Untersuchungsergebnisse für das Umfeld des Frankfurter Flughafens direkt mit denen des Umlands von Köln/Bonn verglichen werden, dem wird unweigerlich klar, dass der Köln/Bonner Nachtflugbetrieb sich deutlich stärker verschlechternd auf die Schlafqualität auswirkt, als derjenige am FRAPORT: Die Schlafdauer der Kölner Betroffenen geringer, die Schlafeffizienz ist schlechter und die nächtliche Aufwachwahrscheinlichkeit deutlich höher. Sehr interessant ist die Erkenntnis der Studienverfasser, wonach diese signifikanten Unterschiede auf zwei Faktoren beruhen, zum einen die Köln/Bonner Spielart des Nachtflugbetriebs mit zwei nächtlichen Verkehrsspitzen, und vor allem auf der Tatsache, dass in Frankfurt eine Kernruhezeit zwischen 23 und 5 Uhr gilt, während in Köln/Bonn durchgängig geflogen werden darf!

Helmut Schumacher, 53773 Hennef, 30.10.2015

Und hier noch ein objektiver Fernsehbeitrag zu den Untersuchungsergebnissen der NORAH Laerm Studie:

UND drei Fernsehbeiträge die sich unreflektiert auf die Seite der Flughäfen und der Luftfahrtindustrie stellen:


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