Turmbau zu Windeck

In Windeck werden wohl nie Windräder gebaut werden können. Das Grüne NRW Umweltministerium hat zwar mit viel Steuergeldern eine >>Potentialstudie Erneuerbare Energie NRW<< erstellen lassen, mit deren Hilfe der Ausbau der Windenergie auch in Windeck umgesetzt werden soll. Aber an die Praxis vor Ort wurde dabei nicht gedacht: Naturschützer rücken nicht von ihren Forderungen nach großen Schutzzonen für den Schwarzstorch, den Rotmilan und das Haselhuhn um mögliche Windräder herum ab. Landschaftsschützer lehnen Windräder generell ab und liefern beständig Hinweise für die Existenz des so schutzwürdigen Schwarzstorches. Und Umweltschützer wollen Windräder in Windeck bauen, egal welche Argumente dagegen sprechen. Dabei hilft auch die >>Planungshilfe Windenergie<< vom Rhein-Sieg-Kreis nicht weiter, da der Landrat keine Windräder will. Und der Landrat ist bei dieser Diskussion sicher der lachende Dritte.
Dieses Durcheinander hat starke Parallelen mit der geplanten Dreiseler Fahrradbrücke, gegen die Naturschützer Sturm laufen, obwohl sie optimal ins Fahrradwegekonzept passt. Hier wird der angeblich stark gefährdete Gänsesäger als Argument gegen die Fahrradbrücke angeführt. Und das, obwohl sich der Gänsesäger unter den Autobrücken von Dattenfeld nach Dreisel sehr wohl fühlt. Das eigentliche Dilemma liegt aber darin, dass sich die einzelnen Gruppierungen gegenseitig mit Scheinargumenten überbieten und so in der Summe überhaupt nichts außer Stillstand und Kopfschütteln in der Bevölkerung erreichen. Das ganze erinnert an den Turmbau zu Babel, der wegen unüberwindbarer Verständigungsschwierigkeiten scheiterte.
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Bildquelle:
(songkran | Flickr | CC BY-NC-SA 2.0)

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