Tagebau Hambach – Autobahn A4 Verlegung

Historischer Widerstand – Tagebau Hambach – Autobahn A4 Verlegung

Hier ein HA_95_52.TIFFund aus dem Internet -> Tagebauweb – eine Widerstandsseite der Region des Tagebau Hambach I aus den Zeiten des Web 2.0 von 1994. Inhaltlich ging es der Aktionsgemeinschaft der Bürgerinitiativen gegen die Verlegung der A4 um die Verhinderung der Autobahn A4 Verlegung, die Verhinderung des weiteren Aufschluß des Tagebau Hambach I, die Verhinderung der Umsiedlung von Manheim und Morschenich und darum, dass Buir, Merzenich, Arnoldsweiler, Ellen und Elsdorf nicht noch stärker unter dem Tagebau Hambach I leiden sollten. Leider wurden diese Ziele durch den Rheinischen Braunkohlenklüngel der RWE, der Rheinbraun und der Bezirksregierung Köln UND durch die Lethargie der Betroffenen zunichte gemacht. Die Menschen haben ihre Betroffenheit zu spät erkannt bzw. erst gar nicht erkennen wollen.5.jpg

PIC00013.jpgAlles was jetzt noch an Aktivitäten in dieser Region – im Sinne der vorab genannten Ziele – läuft, kommt zu spät !! Auch eine mögliche Klage gegen den 3. Rahmenbetriebsplan für den Tagebau Hambach 2020 bis 2030 ist sinnlos und hat bestenfalls didaktischen Charakter für z.B. die BUND Jugend, „um mal zusehen, wie ein Verfahren und eine Klage läuft“. Diese Aktivitäten verhindern nichts, sondern lassen RWE/Rheinbraun sogar noch gut aussehen. (z.B. klamme Kommunen und Umsiedlung) Einen sinnvollen Zweck haben die Aktionen jedoch … sie helfen den Betroffenen die Situation zu verarbeiten.PIC00034.jpg

Vor fünfzehn bis zwanzig Jahren wären diese Aktionen sicher gut gewesen … Aber entweder gingen die heute Aktiven da noch in den Kindergarten … oder aber deren Elterngeneration war zu dieser Zeit nicht motiviert bzw. zu lethargisch Widerstand zu leisten.

P1010043.JPGDieses Verhalten ist aber (fast) normal. Nicht umsonst werden die Menschen erst wach, wenn die Genehmigungen von z.B. Kraftwerk Niederaussem, Tagebau Hambach oder der Abholzung des Hambacher Forstes unterschrieben sind. Erst wenn mit der Umsetzung dieser Umweltsünden begonnen wird, realisieren die Menschen die Folgen für „Mensch und Natur“. Aber dann ist es zu spät. Prominente Beispiele sind auch die Montagsdemos im Terminal des Frankfurter Flughafens, Stuttgart21, usw.PIC00010.jpg

Hier noch eine sehr gute Dokumentation über das zu unrecht abgebaggerte Etzweiler.

Und hier noch einige alte Bilder / Grafiken aus den Jahren 1970 – 2000  (auf die Bilder klicken)

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1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Widerspruch: Wiederstand ist immer erfolgreich – auch wenn er nicht unmittelbar eine Verlegung einer Autobahn und einen Tagebau verhindern kann. Widerstand eint die Menschen, die nicht alles klaglos hinnehmen wollen und den Kopf in den Sand stecken.
    Zugegeben: Es sind die wenigsten Menschen in der betroffenen Region, die bereit zum Widerstand sind. Zu lange haben Politik und Wirtschaft mit Hilfe der Medien die Menschen in der Tagebau-Region dahin erzogen, an das Gute in RWE zu glauben. An die guten Jobs (die bereits zu Tausenden gestrichen wurden und weiter gestrichen werden), an den Geldsegen für die Komunen (die seltsamerweise alle fast pleite sind und von RWE hinsichtlich Gewerbesteuereinnahmen erpresst werden) und die Unterstützung der Kultur (um Vereine und Mitglieder „einzukaufen“, gefügig zu machen – in den Orten, wo RWE-Auswirkungen besonders drastisch sind).

    Es gibt immer mehr Menschen und Organisationen, die sich zusammenfinden. in der Tagebau-Region sind das Initiativen aus Buir, Niederzier, Elsdorf, Netzwerk Bergbaugeschädigte, usw.. Unterstützung gibt es bundesweit durch unterschiedliche Netzwerke (Klimacamp, ausgeco2hlt, …). Grade von außen kommt massiver Widerstand – von jungen Leuten, die noch oder wieder Ideologien haben – dafür bin ich unendlich dankbar.

    Und der Widerstand wirkt. In kleinen Schritten. Die Unterstützung von RWE durch die Komunen bröckelt, der Ton wird rauer. Mich erinnert es an die Atombewegung, die jahrelang dahindümpelte und plötzlich (auch vor Fukushima) Auftrieb bekam.

    Wichtig ist Durchhalten und Klarheit, für wen man das macht. Wer meint, er könne die Welt (oder zumindest sein Dorf) retten, wird vermutlich scheitern. Wer mit Rückgrat aufrecht bleibt (und nicht von einem dicken Fell gestützt werden muss) gewinnt Respekt – und sei es nur vor sich selber.

    Und eins muss allen klar sein: die Grundlagen für die Macht von RWE sind in der Großeltern-Generation gelegt worden. Juristisch kaum angreifbare Baunkohlepläne aus den frühen 70er Jahren und Gesetze aus der Kaiserzeit (Bergrecht über 100 Jahre alt) geben RWE ein großes Maß an Planungssicherheit. Da ist jede – auch erfolglose – Klage von BUND oder Privatpersonen ein unverzichtbarer Nadelstich, um auf das System aufmerksam zu machen und vorhandene Rahmenbedingungen zu ändern – und: den Wiederstand zu einigen.

    Also: Aufruf zum Widerstand – Aufruf zur Vernetzung – Mut und Rückgrat

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