Startbahn Ausbau scheitert an Klimaschutzzielen

… so beschreiben es zumindest die Medien. Die Stadt Wien hat aber geklagt, was eher nebenbei erwähnt wird. Das wäre ja mal eine Referenz für die Stadt Köln …

Empörung über GerichtsurteilKeine dritte Startbahn in Wien
Jubel bei Umweltschützern
Ganz anders die Reaktion von Umweltschützern. Hier überwiegt der Jubel. Erika Wagner vom Institut für Umweltrecht der Universität Linz sagt:
„Ich halte dieses Urteil für richtig und einen revolutionären Schritt in Sachen Klimaschutz.“
http://www.deutschlandfunk.de/empoerung-ueber-gerichtsurteil-keine-dritte-startbahn-in.1773.de.html?dram:article_id=379192

Flughafen Wien
Ausbau scheitert an Klimaschutzzielen
„Wegweisendes Urteil“
Für ein „wegweisendes Urteil“ hält die Chefin des Instituts für Umweltrecht der Universität Linz, Erika Wagner, den Richterspruch. Noch nie sei ein Projekt mit Hinweis auf den Klimaschutz untersagt worden. „Ehrlich gesagt hat man in der Umweltwissenschaft schon lange auf diesen Schritt gewartet“, sagte sie der österreichischen Nachrichtenagentur APA.
Laut Gericht sieht das Klimaschutzgesetz vor, den Treibhausgasausstoß des Verkehrssektors in Österreich bis 2020 um 2,25 Prozent zu senken. Mit dem Bau und Betrieb der dritten Piste würde aber der Ausstoß Österreichs um 1,79 Prozent bis 2,02 Prozent steigen.
„Leider ist die österreichische Energie- und Klimapolitik viel besser im Ankündigen als im Umsetzen“, sagt dazu der Klima-Experte der Naturschutzorganisation WWF, Karl Schellmann. Die Alpenrepublik habe als einer der ersten Staaten der EU das Pariser Klimaschutzabkommen im Parlament ratifiziert, aber die Emissionsbilanzen zeigten, dass die reale Politik nicht einmal die bis 2020 gesteckten Ziele erreichen werde.
http://www.aero.de/news-26058/Ausbau-scheitert-an-Klimaschutzzielen.html

Stadt Wien spielt doppeltes Spiel
Die Stadt Wien unterstützt einesteils den Bau der 3. Piste, obwohl sie wie ein Torpedo auf die Stadt gerichtet sein wird, andererseits will sie nicht für Belastungen durch die 3. Piste verantwortlich gemacht werden. Da aber die 3. Piste von der niederösterreichischen Landesregierung ohne Flugroutenfestlegung – quasi als nackter Betonstreifen – bewilligt wurde, hat die Stadt Wien ein Rechtsmittel gegen den Bewilligungsbescheid eingebracht. Sei es als Alibi, sei es weil ihr ohne Regelung des Fluggeschehens die Sache zu heiß wurde. Dass sie damit auf der Seite der Gewinner enden würde, hat sie wohl nicht erwartet. Jetzt wechselt sie wieder die Seite und will die außerordentliche Revision des Flughafens unterstützen – das hat Stadträtin Brauner jedenfalls verlautbart.
http://www.oekonews.at/?mdoc_id=1112491

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Auch die in Deutschland angekündigten Klimaschutzziele sind nur erreichbar, wenn die größten CO2 – Verursacher ,daran angepasst, stillgelegt werden.
    Alles andere ist eine „Milchmädchenrechnung“.
    Allein der größte Einzelemittent in Europa , die Braunkohlekraftwerke im Rheinland, werden bei der geplanten weiterer Ausdehnung der Tagebaue, die Klimaziele konterkarieren.
    Offenbar konnte das österreichische Gericht besser rechen als manche Politiker . Was sagen die so oft ( z.B. den armen Griechen ):“Es müssen die Hausaufgaben gemacht werden.“ Dann mal ran!!!

    daran angepasst

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