Leserbrief zum Rücktritt des Windecker Bürgermeisters Jürgen Funke

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Es ist formell nichts dagegen einzuwenden, dass der Windecker Bürgermeister Jürgen Funke evtl. glaubt, seinen materiellen Nachholbedarf durch einen Seitenwechsel in die Wirtschaft befriedigen zu müssen. Aber er darf aus ethischer Sicht nicht jeden Job annehmen, schon gar nicht von Menschen und Unternehmen die er in seiner Rolle als Bürgermeister als Investor gewinnen wollte. Nur durch diese mögliche und vermeintliche Nähe und durch die Verhandlungen hat er sich für den neuen besser bezahlten Job positionieren können. Bei dieser Art von Karrierismus handelt Herr Funke möglicherweise nicht nach der Maxime welches Verhalten der Gemeinde Windeck zuträglich ist, sondern schaut nur auf seine persönliche berufliche Entwicklung.

Kritisch zu hinterfragen ist dabei die Tatsache, dass es sich bei seiner Entscheidung um eine Situation handelt, die nicht vom Himmel fällt. Es handelt sich vielmehr um einen schleichenden Prozess in dem sich Investoren und Bürgermeister näher kamen. Inwieweit und ab wann sich möglicherweise eine für Windeck ungünstige Situation des Lobbyismus eingestellt hat, ist noch offen. Immerhin verhandelte er mit seinem jetzigen Arbeitgeber große Investitionsprojekte, die nur durch Einwendungen der betroffenen Bürger abgewendet werden konnten. Was auch gut war, da sich der Investor möglicherweise aktuell von Windeck abwendet und so nicht unterhaltbare Investitionsruinen verhindert wurden. Auch beim viel gepriesenen Windecker Einzelhandelskonzept sollte man mal näher hinsehen, wer da möglicherweise wissentlich oder unwissentlich von welchem Investor beeinflußt wurde und wird.

Für Windeck bleibt nur zu hoffen, dass die neue Bürgermeisterin bzw. der neue Bürgermeister nicht auf den nächsten Karrieresprung spekuliert und sich loyal für Windeck einsetzt.

 

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