Konzessionsvertrag macht Grüne und Lehmann unglaubwürdig

Frei nach dem Motto >>was interessiert mich mein Geschwätz vor der Wahl<<, beabsichtigen die  Windecker Grünen und die SPD mit ihrem Bürgermeister Lehmann den Stromnetz Konzessionsvertrag doch an die RWE/Rhenag zu vergeben.

Vor der Bürgermeisterwahl hörte sich das bei Herrn Lehmann noch so an: >>Die SPD tritt ein für eine Übernahme des Netzes, weil wir uns davon günstigere Preise versprechen, so haben wir nicht für eine Dividende für Aktionäre zu sorgen. Ferner dürften sich die Gewerbesteuereinnahmen verbessern und örtliche Handwerksbetriebe für die Wartung der Infrastruktur infrage kommen. Das ist gut für alle!<<

Was vor der Wahl gut war, ist also nach der Wahl schlecht. Grüne und Lehmann erkennen jetzt wohl langsam, dass eine Netzübernahme – trotz der teuren sechsstelligen externen juristischen Beratung – doch ein Grundverständnis des Stromnetzbetriebs voraussetzt. Und Personen mit Erfahrung, die dieses Thema vorantreiben können, gibt es wohl nicht.

Da helfen auch keine Ausstiegsklauseln im Konzessionsvertrag, denn das würde Windeck teuer zu stehen kommen. Zusammenfassend wird dann wohl alles beim Alten bleiben: Die großen Stromkonzerne schöpfen den Gewinn ab und die Kommunalpolitik darf das dann positiv verpackt verkaufen und ansonsten ruhig weiter schlafen. Genau dieser Punkt macht Grüne, SPD und Bürgermeister Lehmann maximal unglaubwürdig.

Bildquelle:
(songkran | Flickr | CC BY-NC-SA 2.0)

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