Geforderte Abwahl des Windecker Bürgermeisters

So blöde und dumm wie Bürgermeister Lehmann dargestellt wird kann kein einzelner Mensch sein. Er ist vor allem der Sündenbock für das politische Versagen des Windecker Gemeinderates. Lehmann ist sicher in manches Fettnäpfchen getreten, aber selbst wenn er abgewählt wird, ändert das nichts an der kommunalpolitischen Mehrheitsverhältnissen. Jeder der zu einer Gemeinderatssitzung geht, erkennt schnell, dass die Parteien nur auf Fehler warten, um dann übereinander her zu fallen. Inhalte spielen da keine Rolle. Ganz nebenbei werden in den Sitzungen noch so viele Aufträge an die Verwaltung gegeben, bis diese vor lauter Arbeit aus allen Nähten platzt. Das ist Realsatire pur und derart kabarettreif, das man die Veranstaltungen der Windecker Theaterbühnen dadurch ersetzen könnte. Tatsache ist, dass Grüne und SPD mit ihrer Mehrheit jeden Bürgermeister durchsetzen können. Ist der Bürgermeister einmal gewählt, lehnen sich alle Parteien wieder zurück, besinnen sich auf ihre üblichen Scharmützel und arbeiten weiter gegeneinander. Lehmann ist bis 2018 gewählt. Und ausscheidende Bürgermeister werden mit einem „goldenen Handschlag“ in Höhe von 72 % des letzten Gehaltes verabschiedet. Für uns als Steuerzahler kann das Windecker Lagerdenken also nur sehr teuer werden, denn wir müssten dann den neuen und den alten Bürgermeister bezahlen. Warum hatte der Vorgänger von Lehmann vor vier Jahren nochmal das Weite gesucht? Gab es da vielleicht Parallelen?
Siehe auch S.28

Anruf von Bürgermeister Lehmann am 31.10.2016:
Er findet den Leserbrief grundsätzlich in Ordnung, weist aber darauf hin, dass er keinen „goldenen Handschlag“ in Höhe von 72 % des letzten Gehaltes erhält, sondern nur 50 % wenn er sofort abgewählt wird und 59 % wenn er 2018 nicht wieder gewählt wird. Das sei ein Unterschied, denn immerhin habe er ein Haus gebaut und habe Verpflichtungen. Diesen Verpflichtungen müsste er dann mit ca. 4000,- nachkommen.
Hinweis: NRW wählt Bürgermeister und Räte ab 2020 wieder gemeinsam

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