Baumfällungen überflüssig

Baumfällungen trotz Alternativen.
Im Verlauf des Dreiseler Lommerbruch und dem Siegweg nach Dattenfeld sind nun doch viele wertvolle 100jährige Buchen gefällt worden. Und das ohne Not. Es gab genügend Alternativen. Eine 100 jährige Buche produziert pro Stunde eine Tagesration Sauerstoff für drei Personen. Werden solche Bäume gefällt, müssen für jeden gefällten Baum 2500 junge Bäume mit einem Kostenaufwand von 125.000 Euro gepflanzt werden, um den gleichen Funktionswert zu erhalten. Die Vernichtung der alten Bäume ist daher ein nicht wieder gut zu machender Schaden, der zukünftig mit allen Mitteln verhindert werden muss. Aber scheinbar spielt das in Windeck ja keine Rolle.


Baumfällungen im Naturschutzgebiet zwischen Dreisel und Dattenfeld.
Im Verlauf des Dreiseler Lommerbruch und dem Siegweg nach Dattenfeld wachsen die Bäume regelmäßig in den Himmel. Und das nur weil sich keine der vielen Behörden zuständig fühlt. Nun sollen wieder Bäume im Naturschutzgebiet gefällt werden. Denn Bäume wachsen immer vollkommen überraschend für alle sich zuständig und nicht zuständig fühlenden Behörden. Deshalb schauen sich die Protagonisten in diesem Theater alle paar Jahre die Situation vor Ort an. Im Behördendeutsch machen die Herrschaften dann eine Bereisung. Das Land NRW als Eigentümer, die Bezirksregierung als Verwaltung, das Regionalforstamt als ausführendes Organ, die Untere Naturschutzbehörde des Rhein-Sieg-Kreises, usw. spielen dabei eine Rolle. Leider ist das Vorgehen derart unflexibel, dass die älteren aber meist gesunden markierten Bäume vollständig abgetragen werden. Das führt zu Hangrutschen. Das beste Beispiel ist der Siegweg von Dreisel nach Dattenfeld. Dort wurden in der Vergangenheit die Hänge durch Holzeinschlag massiv destabilisiert, was letztlich zu einer kompletten Bespannung durch Schutzgitter führte. Diese extrem aufwändige und für den Steuerzahler kostenintensive Situation wäre vermeidbar gewesen. Die neuerlichen Fällaktionen finden wieder im Naturschutzgebiet statt. Und die Zuständigkeiten sind derart verworren, dass nicht mehr nachvollziehbar ist wer denn letztlich die Entscheidung für das Fällen der Bäume getroffen hat. Denn entschieden wird immer im Gremium. Diese Situation muss sich verbessern und die Naturschutzverbände müssen mit einbezogen werden. Ansonsten sind weitere Gefährdungen durch Hangrutschen wieder nur durch lange Sperrungen und teure Felssicherungsarbeiten zu vermeiden, da einfach viel zu viel gefällt wird. Eine regelmäßige Pflege – auch in Absprache mit den Naturschutzverbänden – wäre sicher die bessere Lösung.
Dieser Beitrag wurde auch bei windeck24.info veröffentlicht

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