Bagger im Tagebau Inden besetzt

Zitat aus hambacherforst.blogsport.de >> In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde ein Schaufelradbagger im Tagebau Inden besetzt. Vier Personen erkletterten gegen ein Uhr früh die Spitze der Maschine in einer Höhe von ca. siebzig Metern. Ein Ziel der Aktion ist es, den Fortschritt des Tagebaus für einige Stunden zum Stillstand zu bringen. Zum anderen erklären sich die Besetzer_innen in ihrer Aktionserklärung solidarisch mit den Protesten in Elmau gegen das Treffen der G7.
„Für die drei Braunkohletagebaue im Rheinland werden permanent ganze Dörfer und Wälder unwiederbringlich vernichtet“, begründet eine Teilnehmerin die Aktion. „Wir haben Verantwortung für die kommenden Generationen. Einfach nur Forderungen an die Politik stellen, und dann meckern, dass sich nichts ändert, reicht nicht.“ Bereits am 15. März 2015 hatte es im Tagebau Inden eine ähnliche Baggerbesetzung durch sechs Personen gegeben, in deren Verlauf der Betrieb des Baggers für zwölf Stunden unterbrochen war.
Die heutige Blockade will außerdem ein Zeichen des Protests gegen das Treffen der Regierungschefs der sieben größten Industrienationen in Elmau setzen. „Es ist eine Anmaßung, dass diese politische Elite des globalisierten Kapitalismus die Lösungen definieren will für die Probleme, die sie selbst geschaffen hat“, heißt es in der Aktionserklärung. „Wenn wir einen bewohnbaren Planeten hinterlassen wollen, muss es eine gründliche Veränderung von unten geben. Diese Besetzung kann dazu nur ein Anstoß sein.“ Die Aktion dauert noch an.<<

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Bildquelle: flickr.com/photos/hambacherforst

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