Ausverkauf Dattenfelder Park & Schürmann-Bau

Schürmann-Bau und Ausverkauf des Dattenfelder Park verhindern.

Hier drei Bürgeranträge: Dattenfelder Schürmann-Bau | Ausverkauf des Dattenfelder Park stoppen | Fehlerhafte Erteilung einer wasserrechtlichen Erlaubnis zur Grundwasserentnahme

Der neueste Schildbürgerstreich kann im Dattenfelder Park bewundert werden. Staunend kann man hier beobachten, wie beim Bauvorhaben >>Residenz am Park<< eine Tiefgarage in das ehemalige Sumpfland der Sieg gebaut werden soll. Natürlich geht das nicht ohne ständige Sümpfung des anstehenden Grundwassers aus der Sieg in den Park, der dadurch fast mittig überflutet wird. Vor einigen Jahren wurde bereits eine 600m östlich gelegene Erschließung eines Baugebietes aufgrund der Unbebaubarkeit des Sumpflandes abgebrochen. Auch hier wurde zuerst die Straße gebaut, bevor man die Unbebaubarkeit erkannt hat. Und jetzt wird wohl auch die Tiefgarage zuerst gebaut und dann im Nachhinein eine ständige Sümpfung des Grundwassers erlaubt, um einen Schürmann-Bau im Dattenfelder Park zu verhindern. Und wenn alle Stricke reißen, wird das Sümpfungswasser möglicherweise in das ohnehin unterdimensionierte öffentliche Kanalnetz geleitet. Die Anlieger, die mit ständig überfluteten Kellern zu kämpfen haben, können sich schon jetzt freuen.

Obwohl der Dattenfelder Park ein schützenswertes Kulturgut und ein lokales Naherholungsgebiet darstellt, wird die Bebauung des Parks weiter vorangetrieben. Die Flächen hinter dem Hallenbad sind auch schon parzelliert. Und es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Gemeinde auch diese Flächen zum Verkauf anbietet. Diese Fehlentscheidung muss verhindert werden.

Die folgenden örtlichen Verhältnisse wurden nicht berücksichtigt:

  1. Zwischen 1857 und 1859 wurde die Siegschleife von Schladern nach Dattenfeld gesprengt, um den Bau der Eisenbahnstrecke Deutz–Siegen zu ermöglichen. Dabei entstand der Schladerner Wasserfall. Die ursprüngliche Siegschleife führt nur noch wenig Wasser, hat aber seine ursprüngliche hydraulische Verbindung über das Dattenfelder Niederdorf zur Sieg beibehalten. Die in Rede stehende Baumaßnahme liegt im Dattenfelder Niederdorf, unmittelbar im Dattenfelder Park. Die west-östliche Querverbindung vom jetzigen Dattenfelder Sieglauf zur alten Siegschleife liegt in einer Senke, in der sich je nach Siegpegel Wasser sammelt, das nicht sofort wieder abfließen kann. Dieses Wasser ist abgestandenes stark eisenhaltiges Wasser und sammelt sich im ehemaligen Sumpfland des Dattenfelder Niederdorfes. Das Dattenfelder Niederdorf, in dem sich auch das Bauvorhaben befindet, ist durch die als Damm ausgeführte Hauptstraße L333 vor unmittelbaren Hochwassern der Sieg geschützt. Das Siegwasser selbst drückt immer durch den Straßendamm in die Keller und die Kanalisation der Gebäude, da die Sieg und das Niederdorf auf identischem Höhenniveau liegen.

  2. Das Bauvorhaben steht also in einem Gebiet, in dem ab ca. 1m Tiefe ständig stark eisenhaltiges Wasser ansteht, weswegen auch nach Beendigung der Baumaßnahme weiter Grundwasser gesümpft werden muss. Daran ändert auch eine Ausführung der Tiefgarage als Weiße Wanne nichts. Das private Bauvorhaben Residenz Am Park verdrängt also dauerhaft – auch nach der Fertigstellung – anstehendes Grundwasser in den Dattenfelder Park. Und der Dattenfelder Park steht als Folge dessen auch nach Beendigung der Baumaßnahme unter Wasser.

  3. Vor einigen Jahren wurde bereits eine 600m östlich gelegene Erschließung eines Baugebietes aufgrund der Unbebaubarkeit des Sumpflandes abgebrochen. Auch hier wurde zuerst die Straße gebaut, bevor man die Unbebaubarkeit erkannt hat.

  4. Hier handelt es sich wohl um einen Schildbürgerstreich. Das Areal des Bauvorhabens ist ehemaliges Überschwemmungsgebiet der Sieg, war noch vor 40 Jahren Sumpfland und ist für den Bau einer Tiefgarage ungeeignet.

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